Wir können es noch nicht wirklich realisieren, aber als Anja und ich heute in der Bamberger Innenstadt unterwegs waren und ich Brötchen kaufen wollte, weil ja morgen Sonntag wäre, sagt Anja: „Ab jetzt gibt es nur noch Sonntage.“ Sonntag – Ruhetag – Sabbat?!
Vielleicht werden es bei uns eher Samstage – Tage an denen man nicht in die Arbeit muss, sondern die Sachen tut, auf die man Lust hat, oder aber es sich gut gehen lässt.
Oder einfach: „UNSER SABBATICAL HAT BEGONNEN!!“

Die letzten Wochen sind wie im Flug oder besser wie im Tunnel vergangen. Endspurt in den Schulen, wo wir als Musik/Kreative besonders gefragt sind, verschiedenste Verabschiedungen und im Hintergrund noch alles mögliche andere zu regeln.

Was uns in den letzten Wochen beschäftigt hat:

Wir sind dabei unser „Haus auf Zeit“ zu vermieten. Und das ist gar nicht so einfach, den passenden Mieter zu finden, wenn man ein ganz festgelegtes Zeitfenster, viele kleine Zimmer (gut für eine Familie mit Kindern, für die aber wiederum eine zeitlich begrenzte Vermietung nicht passt) und Möbel hat, die am besten in den Zimmern stehen bleiben sollen. immowelt.de hat bei uns die beste Performance und bringt auch einige Interessenten, die aber bei näherer Betrachtung alle nicht wirklich gut passen:-(

Impfungen – Wir sind jetzt gerade fast jede Woche dabei, zu unserer Ärztin zu laufen, uns desinfizieren zu lassen, zuzusehen, wie die Impfnadel vorbereitet wird, und unseren linken Oberarm bereitwillig zur Verfügung zu stellen. Gerade sind wir mit Tollwut durch.
Ich habe das Gefühl, dass mein Immunsystem mit der Impfdichte ziemlich zu knabbern hat, obwohl wir versucht haben, die Termine möglichst gut zu verteilen. Deutschland zerbricht sich den Kopf über die Gefahr einer bzw. zweier Corona-Impfungen – da können wir nur drüber schmunzeln. Das gehört einfach für uns auch zur gewissenhaften Vorbereitung.

Mit Abbe Moise haben wir uns jetzt drei mal getroffen. Er ist ein charismatischer Priester und großartiger Musiker aus dem Senegal, der zum Glück gerade in Deutschland eine Gemeinde betreut. Kennengelernt habe ich ihn bei uns an der Fachakademie als Jugendseelsorger von Thies, als er eine Delegation von Jugendlichen begleitet hat.
Wir haben gemeinsam ein Partnerschaftslied geschrieben in Französisch, Deutsch, Englisch und Wolof, der „Straßensprache“ im Senegal. „Musique mo gnu bole“ (dt. Musik verbindet uns) heißt unser Lied und ich möchte es im Senegal mit verschiedenen Chören aufnehmen und dabei filmen.

Wir frischen unsere Kontakte zu den Projekten, die wir besuchen möchten, auf und sind überall herzlich willkommen. Gleichzeitig scheint leider aber in der Welt die nächste Corona-Welle mit der Delta-Mutation zu neuen Einschränkungen und Schwierigkeiten für uns zu führen.

Anja hat sich von unser Sohn David und Anna Instagram erklären lassen, damit wir im Sabbatical über verschiedene Kanäle mit euch in Kontakt bleiben können und auch die jüngere Zielgruppe (also unsere Kinder) mit Statusmeldungen versorgt werden.
Toll, dass es die sozialen Netzwerke gibt, die uns über Kontinente hinweg verbinden und Kontakt halten lassen. https://www.instagram.com/sabbatical21

Ach ja und in einem Benefiz-Konzert mit meiner Band Streusalz haben wir bei uns in der Straße die unglaubliche Summe von 2000€ an Spenden sammeln können. Melanie (Sosolya) und Bianca (Der Regenwald und seine Kinder) waren mit dabei. Ihre Projekte sollen den Großteil der Spenden bekommen. Ein weiterer Teil geht an die Flutopfer in der Eifel.

Und in den nächsten Tagen wir unsere Aufgabe erst mal sein, die Arbeit los zu lassen und zu realisieren, dass das Projekt Sabbatical21, dass wir vor Jahren gestartet haben, jetzt tatsächlich begonnen hat.

„Ab jetzt gibt es nur noch Sonntage“

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