Unser nächster Stopp sollte Gunjur werden. Jenny aus dem Gunjur Projekt schickte uns ihren Landrover, der uns um 15.00 Uhr in Kotu – ca. 40 km entfernt – abholen sollte. Kurz vor 3 Uhr kam der Anruf, dass der Landrover eine Panne hat und in die Werkstatt muss. Ok, dann suchen wir uns einfach ein Taxi vor dem Hotel. Tobias managte alles, fand ein Taxi und wir hievten unser ganzes Gepäck auf’s Dach. Kurz vorher entdeckte er noch, dass das Ersatzrad ziemlich platt war. Aber was soll’s – this is Africa.

Wir hatten in Musa einen sehr sympathischen Fahrer und David, Anna und Jonas sahen gespannt die Landschaft und die Dörfer an sich vorbeiziehen. Für sie war es die erste Fahrt bei Tageslicht in Gambia. Nach ca. 25 km hörten wir plötzlich ein komisches Geräusch und unser Fahrer fuhr an den Straßenrand. Und wer kennt es nicht – Murpheys Gesetz! Wir hatten einen Platten! Oh no!

Während in Deutschland die Menschen einfach vorbeigegangen oder gefahren wären, hielten hier erst einmal 2 nette Männer an, um zu helfen, von denen einer ein Fahrrad dabei hatte. Und dann wurde es richtig abenteuerlich. Unser Taxifahrer bekam das Fahrrad, legte den Ersatzreifen über den Lenker und fuhr damit ins nächste Dorf zu einer Werkstatt. Nach einer Weile kam er schwitzend, aber leider ohne Reifen zurück. Der Schlauch des platten Reifens lag im Kofferraum. Also schwang er sich wieder auf’s Rad und weg war er. Wir fünf warteten im Schatten und unsere Youngsters erlebten gleich volles Programm hier in Afrika.

Mit Jubel empfangen wir unseren radelnden Taxifahrer, der happy, aber ohne Reifen zurückkam. Der Reifen käme gleich, meinte er. Und da kam er  –  auf einem Eselskarren! Ruck zuck wurde der Reifen dann gewechselt und unser Taxifahrer war heil froh, dass seine Fahrgäste gut gelaunt zur Hand gingen und das Ganze als Abenteuer sahen. 

Autopanne in Gambia – so hätte sich das niemand ausdenken können

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