„Faschingsferien“ – und die Coronalage wird immer schwerer zu durchschauen

Februar 2021. Eigentlich hätten wir jetzt Faschingsferien, aber in Bayern wurde Mitte Januar schon beschlossen, dass die dieses Jahr ausfallen, damit die Schüler den Lernstoff in Präsenz nachholen könnten. Ende Januar wurde dann der Lockdown weiter verlängert, so dass jetzt (offiziell) Online-Unterricht ist, obwohl der Lernstoff ja doch nicht in Präsenz nachgeholt werden kann.
Wir alle hätten ein wenig Urlaub, Abwechslung, Tapetenwechsel dringend nötig, aber die Coronasituation lässt das nach Einschätzung der Virologen noch nicht zu. Auch wenn schon seit Anfang des Jahres die Impfungen gestartet sind.

MUTATIONEN – das ist das neue Schreckgespenst. Die z.T. deutlich ansteckenderen Mutationen machen es noch schwerer, den Infektionsverlauf vorherzusagen. In machen Nachbarländern ist die Ansteckungsrate auch schon wieder deutlich gestiegen und Bayern macht jetzt die Grenzen zu, wo es möglich ist.
Für unser Sabbatical bedeutet die Angst vor der länderübergreifenden Verbreitung der Mutationen leider eine noch größere Unsicherheit. Der „worst case“ wäre, dass die Impfungen gegen die Mutationen ihre Wirkung verlieren, die Länder der Welt die Bewegungsfreiheit der Menschen einschränken und wir in einem Land „festsitzen“ würden bzw. unsere Reise erst gar nicht antreten könnten😬.

Aber in Anbetracht der existenziellen Bedrohung, die Corona für viele Menschen bedeutet, ist bei uns ein Jammern wirklich nicht angebracht. Auch wenn mir die Vorstellung immer wieder Bauchschmerzen macht, dass wir unser Sabbatical, auf das wir so lange gespart und für das wir schon so viel geplant haben, nicht antreten könnten.
Da steckt wahrscheinlich einfach zu sehr der deutsche „Risikomanager“ und Bedenkenträger in mir. Ich hoffe sehr, dass mich in unserem Sabbatical die Erfahrungen, wie Menschen in Afrika oder Südamerika mit unvorhersehbaren Dingen im Leben umgehen, diesbezüglich lockerer machen – ich möchte ja fast sagen „heilen“😎.

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