Auch wenn wir schon wieder glücklich zurück in Bamberg sind, möchte ich doch einen kleinen Blick auf den Zwischenstopp im Miami auf unserer Heimreise nicht auslassen. Wir hatten hier einen Kurzbesuch von drei Tagen eingeplant, aber in so einem riesigen Staat ist es gar nicht leicht sich zu entscheiden, was man sich anschaut.

Zuerst einmal erfüllt Florida alle Klischees von den USA, die sich bei uns eingenistet hatten: sehr lange Warteschlangen und unfreundliche Beamte gleich bei der Einreise (wie aber in vielen anderen Ländern auch), exorbitante Preise (schon für den  Trolley am Flughafen zahlt man 8$, ein Parkplatz am Meer kostet 25$). Das Essen wird alles in Plastik serviert: Plastikteller, Styroportassen, Plastikbesteck, alles einzeln verpackt und alles landet anschließend im Abfalleimer. Das Auto mieten ist vor Ort dann plötzlich 2,5 mal so teuer, wie im Internet vorher ausgemacht (dafür hatten sie uns dann auch ein Upgrade gegeben mit einem schnuckeligen Sportwagen). Die Straßen sind riesig, die Autos gigantisch und alle dürfen nur max. 65 mph fahren  …

Aber jetzt zu unseren tollen Erlebnissen. Die Menschen erleben wir uns Deutschen gegenüber als unheimlich freundlich und aufgeschlossen. Bei dem Strand und den Sonnenstunden, versteht man, warum so viele Amerikaner ihren Lebensabend hier verbringen möchten und die Region eine der reichsten der Welt ist.

Mein Highlight war das „Kennedy Space Center“ der NASA bei Cape Canaveral. Als Jahrgang 69 war meine Kindheit durchaus stark geprägt von der Mondlandung und der „Eroberung des Weltalls“. Wir haben das als Kinder nachgebaut, nachgespielt und natürlich im Fernsehen gesehen: Mondbasis Alpha1, Flash Gordon, Raumschiff Enterprise, Star Wars …

Und dann selber an dem Ort zu stehen, von wo aus die Astronauten ins All gestartet sind, das „Vehicle Assembly Building“, eins der größten Gebäude der Welt, wo all die Weltraumfahrzeuge zusammengebaut wurden, zu sehen und die Originale der Raketen, Space-Shuttles, Fahrzeuge, Mondgestein … zum Anfassen vor sich zu haben, multimedial aufwendig und durchaus patriotisch präsentiert, das war schon ganz besonders für mich.

Auch ein bisschen Orlando haben wir uns zugemutet. Den „Universal City Walk“ mit seinen Themenparks haben wir am Abend besucht und die Menschenmassen in dieser Showwelt beobachtet. Wir waren in einem Gospel-Gottesdienst (wo aber leider nicht so viel Gospel gesungen wurde, wie wir gedacht hatten). Wir waren in der „Florida Mall“, wo der Apple-Store gegenüber von Tesla und Gutschi liegt und wo man nach Herzenslust Geld ausgeben könnte.

Und wir haben uns vom Strand verabschiedet und noch einmal die Lebensfreude der Menschen hier mitbekommen. Wir sind über die berühmten Straßen von Miami Beach durch das amerikanische Strand-Eldorado gefahren und waren zum Abschluss in Wynwood und haben die Graffitis dort bewundert. Und so haben wir uns ganz nebenbei wieder unseren deutschen Verhältnissen angenähert.

Florida – 3 Tage Stopover

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