Noch ist irgendwie alles offen? Erste Pläne!

Weihnachten 2020 – Bayern und weite Teile der Welt stecken tief im zweiten Lockdown. Gefeiert werden darf nur mit der engsten Familie. Wir haben zwar ein ganz entspanntes, gemütliches Fest in Bamberg, aber wie es im neuen Jahr mit Corona weitergeht, ist aktuell noch nicht im Ansatz abzuschätzen.
Zum Glück dauert es noch 9 Monate – bis nach den Sommerferien – bevor unser Sabbatical startet. Ich bin sehr gespannt, wie die Welt im kommenden Sommer aussieht!

Erste, noch sehr grobe Pläne für unser Sabbatjahr haben wir schon. Was sich tatsächlich so verwirklichen lässt, in wie weit man wieder reisen kann, wo wir tatsächlich willkommen und hilfreich sind, ist völlig offen. Wir wollen aber auch versuchen, so wenig wie nötig zu fliegen.

Hier unsere ersten Pläne (Update vom 20.02.21):

Im August/September wollen wir erst mal vielleicht durch eine größere Wanderung Abstand zu unserer Arbeit finden und dann uns von „Ballast befreien“, das Haus ausmisten und für eine mögliche Vermietung vorbereiten. Unsere Kinder wohnen ja schon länger nicht mehr mit im Haus, aber in den letzten 20 Jahren haben sich eine Menge Dinge angesammelt: von Kinderspielsachen über Arbeitsmaterialien, die wir seit Jahren nicht mehr in den Händen hatten, bis zu Dekomaterial/alte Geräte, die man mal aufgehoben hat, aber wahrscheinlich nie wieder gebrauchen werden. Mein Wunsch ist es, das alles auszusortieren und das Leben zu „simplifizieren“, mit Raum effizient umzugehen und nur das aufzuheben, was noch hilfreich erscheint.

Im Oktober, wenn bei uns das Wetter schlechter wird, werden wir – wenn es die Coronalage zulässt – nach Malta fliegen, um dort unser Englisch aufzubessern.

Der erste Kontinent, den wir besuchen, wird wohl Afrika sein.  In Kenia habe ich vor 28 Jahren in Roo am Viktoriasee drei Monate in einer Mission-Schule mitgearbeitet und ich würde zu gerne sehen, was aus dem Projekt  und Frater Hans Seubert heute geworden ist.
In Tansania haben wir eine Partnerdiözese Bambergs, zu der wir schon ersten Kontakt aufgenommen haben. Auch in Uganda haben wir von zwei tollen Projekten gehört: einem Tanzprojekt für Straßenkinder in Kampala „Sosolya Undugu Familie“ und einem Waisenhaus, das Janina Möck aus Ebermannstadt ins Leben gerufen hat „We care for them“. Konkret bedeutet das, dass wir wohl im Nordwesten Tansanias starten, und dann durch die grandiosen Nationalparks Ostafrikas grob am Viktoriasee entlang bis nach Uganda hoch schlängeln.

Das nächste Land könnte um Weihnachten herum Ghana sein, wo wir eingeladen sind „Akuma for Africa“ zu besuchen. Das ist ein Ausbildungszentrum (für Schneiderei …) in Agameda, das Alex, ein Augsburger Trommellehrer, der von dort kommt, mit seinem Verein gerade aufbaut. Sicher werden wir hier auch schon musikalisch die unglaubliche Vielfalt und Virtuosität der Trommelrhythmen erleben können.

In Westafrika, im Senegal möchte ich ein CD-Projekt mit den Chören unserer zweiten Partnerdiözese Thies auf die Beine stellen. Die Gastfreundschaft Thies‘ habe ich bereits 2018 kennenlernen dürfen, als ich für unsere Caritas-Fachakademie bei einem Kooperationsbesuch dort eine pädagogischen Fortbildung über mathematische Bildung im Elementarbereich gehalten habe. Damals hatte mich v.a. die Energie und Lebensfreude der Chorsänger*innen in den Gottesdiensten so sehr begeistert, dass ich mir vorgenommen hatte, noch mal zu kommen und darüber zu berichten.

Dann könnte es im Februar über den Atlantik gehen nach Brasilien, wo wir Bianca und Cebolinha in ihrem Regenwaldprojekt „Fazenda-Sauva“ besuchen und dort mitarbeiten möchten. Mit Bianca konnten wir uns im vergangenen Sommer in Deutschland schon zweimal treffen und überlegen, was wir dort alles mit anpacken können:-)
In Südamerika waren wir noch nie, aber wir haben dort gerade auch noch die Augen offen, nach spannenden Projekten (in z.B. Peru, Equador oder Costa Rica), die unsere Mithilfe gebrauchen könnten. Zum Teil sind diese Länder vom Lebensstandard weit hinter uns Deutschen, aber die Menschen nach dem Glücksindex weit vor uns. Ein bisschen einen Einblick zu bekommen, welche Einstellung zum Leben den Menschen dabei hilft, finde ich extrem spannend!

Über den Pazifik könnte es dann weiter gehen nach Asien. Ein Bekannter von uns engagiert sich in der Mabuhay-Kinderhilfe in den Philippinen.
Sebastian Keilholz, ein ehemaliger Studierender von mir, hat in Sumatra im Regenwald am Rande eines Nationalparks das „projekt wing“ initiiert, wo wir ihn sehr gerne besuchen und mitarbeiten würden.
Anjas Plan ist es an einer Lehrerfortbildung an der „Green School“ in Bali teilzunehmen. Eine vom pädagogischen Konzept ganz besondere Initiative, die an sich selber den Anspruch stellt, die ökologischte Schule der Welt zu sein.

Und dann werden wir uns wohl schon wieder langsam auf den Lebensalltag in Deutschland vorbereiten müssen. Dazu wollen wir unserer Gesundheit noch etwas Gutes tun und vielleicht eine intensive Panchakarma-Kur in Sri Lanka machen.

Soweit unsere Pläne:-)

Wenn ihr noch eine gute Idee für uns habt, wo sich Menschen in der Welt engagieren und unsere Mitarbeit, unsere Kompetenz benötigen könnten, dann schreibt uns das sehr gerne: kontakt@sabbatical21.de

Wir hoffen sehr, dass sich die Corona-Pandemie in 9 Monaten soweit beruhigt hat, dass wir in anderen Ländern wieder willkommene Gäste sind und keine übergroße Angst um unsere Gesundheit haben müssen.

Damit wünsche ich uns allen – v.a. allem auch allen, die vielleicht wie wir gerade eine Sabbatical planen – ein gesundes und hoffnungsvolles neues Jahr 2021!!

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