Nachdem wir die Touri-Hochburg verlassen haben, wollen wir auf eigene Faust mit einem Mietwagen die Halbinsel Yucatan erkunden.

Unsere erste Station ist die Kleinstadt Valladolid. Die Fahrt dorthin brachte schon die Erkenntnis, dass im Landesinneren auf Hunderten von Kilometern einfach nur Natur gibt, die Straße kerzengerade durchgeht und einfach niemand hier wohnt. Es gibt keine Dörfer, keine Möglichkeit zu einem Kaffee, geschweige denn eine Tankstelle. Das ist für uns Europäer einfach sehr ungewöhnlich.

In Valladolid machen wir unsere erste Bekanntschaft mit einer Maya Pyramide – Ek Balam und unserer ersten Cenote. Das war eine wirklich wunderbare Erfahrung. Durch das Karstgestein kommt es immer wieder zu Höhlen, die stürzen manchmal ein, sind dann nach oben hin offen und von Süßwasser gespeist. Die Mexikaner haben diese Quellen auch als Einnahmequellen für Touristen entdeckt, aber die Abkühlung und die besondere Lichtstimmung in der Cenote sind einfach großartig und den Eintritt wert. 

Das nächste Ziel ist Mérida. Die größte Stadt auf der Halbinsel Yucatan. Da Valladolid die dritt größte eher ein Nest war, waren wir von der Größe Méridas wirklich überrascht. Wir brauchten über eine halbe Stunde, um ins Zentrum zu gelangen. Dann erwartete uns allerdings eine tolle, kulturgeladene und sehr interessante Stadt. Neben einer Stadtführung kamen wir in den Genuss von 2 Jazzkonzerten und Tobias von einer Roulade😉. Ein Traum! Die Stadt bietet sehr viele kulturelle und kostenlose Veranstaltungen an, um den Bewohnern und Touristen viel zu bieten.

So gibt es auf dem Hauptplatz immer wieder Livemusik oder ein traditionelles „Pok ta Pok“ Spiel – ein rituelles Ballspiel aus der Mayazeit – zu sehen. Ein wirkliches Spektakel, bei dem der Ball nur mit der Hüfte oder max. noch mit Ellbogen gespielt wird und durch einen 3 Meter hohen Ring hindurch muss. Geht nicht? Dachten wir auch 😄!

beim Spiel

Da die Strecken hier wirklich sehr weit sind, entschließen wir uns über Uxmal – eine sehr große Mayastädte direkt wieder an die Küste zu fahren. In Uxmal können wir die Geschichte der Maya geradezu fühlen. Es ist so gut vorstellbar wie Menschen vor 1000 Jahren hier gelebt haben. Besonders interessant fand ich die „Pyramide des Zauberers“. Was für eine Stellung er hatte, war an der Größe deutlich zu sehen.

Kurz vor der Küste stoßen wir auf die Lagune von Bacalar – die Lagune der 7 Farben. Naja, da sind wir aber mal gespannt! Doch wir wurden von den Farben der Lagune überwältigt und können uns kaum satt sehen. Einfach nur bezaubernd!

Mal sehen, was die nächste und letzte Woche hier in Mexiko uns noch für schöne Seiten zeigen kann. Wir freuen uns!

Rundreise durch Yucatan – Vielseitigkeit eines Landes

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