Seit zweieinhalb Wochen sind wir nun auf Sansibar. Zuerst waren wir in Stonetown. Hier hat es uns so gut gefallen, dass wir gleich 2 Nächte verlängert haben.
Der Charme dieser Stadt ist schon sehr besonders. Auf der einen Seite ist es wirklich gruslig, durch diese halbverfallene Stadt zu gehen, deren Häuser so dringend mal ein bisschen Farbe benötigen würden, aber das macht es eben auch besonders. Stützbalken, wohin man schaut. Herunterhängende Elektrokabel und eben das pulsierende Leben mit all seinen Händlern. Das ständige Angesprochenwerden damit man ein Tuch kauft oder eine Fahrt mit dem Boot bucht oder das zigste Trikot angeboten bekommt. Einfach der Wahnsinn!

Mit einiger Überredungskunst, denn der Preis war für unser Budget horrend, brachte uns Tobias für eine Nacht in das Eco-Ressort nach Chumbe Island. Hier werden Fischer und Schulklassen geschult, damit sie den Wert der Natur erkennen und ihn schützen. Das ganze Ressort ist inklusive Komposttoiletten komplett umweltverträglich. Falls jemand den genialen Ort für Flitterwochen sucht? Hier ist er 😎.
Wir konnten schnorcheln, nachts nach „Coconut Crabs“ Ausschau halten und wurden essenstechnisch absolut verwöhnt. Auch unser Haus mit aufklappbarem Dach, so dass man vom Bett aus aufs Meer schauen konnte, war der absolute Hammer. Ich war wirklich froh um die Überredungskünste meines Mannes 😉.

Danach machten wir uns auf nach Paje, wo wir ein Hotel mit Yogaangebot hatten. Die Yogalehrerinnen waren prima, doch unsere Bänder, Sehnen und Muskeln haben uns deutlich  gezeigt, dass wir uns in den letzten Monaten viel weniger bewegt haben, als wir das zu Hause tun. Au weia! Ich war froh, dass sonntags kein Yogaangebot stattfand. 

Dort haben wir auch Shulamiet und Wilko kennengelernt, ein holländisches Ärztepaar. Wir hatten so manches Essen und viele bereichernde Gespräche, so dass wir uns gerne nach einer Woche noch einmal in Stonetown zum Kaffee verabredeten.

Über Weihnachten wollten wir dann ein Hotel mit Balkon und Meerblick – und möglichst mit gutem WLAN, damit wir unsere Lieben zu Hause wenigstens auf diesem Weg sehen.
Je näher der heilige Abend rückte, desto mehr wurde uns bewusst, wie sehr wir doch in unseren Ritualen und Traditionen verhaftet sind und wie sehr uns das fehlt. Sansibar ist zu 95% muslimisch. Auch durch blinkende Weihnachtsbäume und bei 35° Grad wollte sich kein Weihnachtsgefühl einstellen.
Der Höhepunkt dieses Abends war, dass uns unsere Straße durch Zoom in ein weihnachtliches Miteinander mitgenommen hat und eine Weihnachtsfeier stattfand, an der wir teilhaben durften. Danke liebe Nachbarn! Das war für uns das beste des „Heiligen Abends“. Und wir freuen uns schon nächstes Jahr wieder gemeinsam mit unserer kleinen und großen Familie Weihnachten feiern zu dürfen.

Tja, und nun sind wir wieder in Stonetown, damit wir rechtzeitig an unseren PCR Test für den Weiterflug kommen. Falls alles klappt (und es hat alles geklappt;-) sind wir ab dem 30.12. im Senegal und freuen uns auf unser nächstes Projekt, denn so lange Füße hoch legen war jetzt mehr als genug für uns ;-).

Weihnachten21 – Auszeit auf Sansibar

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Ein Gedanke zu „Weihnachten21 – Auszeit auf Sansibar

  1. Hey ho ihr zwei, ich freu mich, dass es euch gut geht und ihr dank dem DigiZeitalter auch ein bissi Weihnachtsfeststimmung mitbekommen habt. Yip, ich habe eure Nachbarn kurz kennenlernen dürfen :)… mega tolle Menschen. Euch eine gute Weiterreise, kommt gut rüber and shine on 🌞

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